Dienstag, 21. Mai 2019

Warum es bei Angriffen selten um einen selbst geht und man oft nur Mittel zum Zweck ist.

Gastkommentar von DI Harald Schenner, Experte für Informationssicherheit und digitale Transformation
Was heißt hier „Angriff“? Wie soll ich angegriffen werden? Tut das weh?
Vorweg - es geht hier nicht um einen körperlichen Angriff, sondern um Informationsgewinnung. Informationen und Daten sind DAS Investitionsgut der heutigen Zeit. Wer entsprechende Informationen hat und diese zu nutzen weiß, hat die Nase vorn.
„Ich soll angegriffen werden? Viel Spaß, bei mir ist nichts zu holen“, denken sich viel zu viele Menschen. Vielleicht sind Sie jedoch gar nicht das Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck. Warum? Weil Sie möglicherweise Kunden haben, die ein gutes Ziel wären.
Kriminelle wissen, wo sie ansetzen müssen - am schwächsten Glied der Kette. Dies sind meist kleinere Unternehmen, die nicht nur aus Kostengründen selbst wenig in die eigene Informationssicherheit investieren, sondern vor allem aus mangelndem Bewusstsein. Wir haben meist zu wenig kriminelle Fantasie, um uns ausmalen zu können, was passieren kann. Beispiele zum Thema "Was soll denn schon passieren" finden sich beinahe täglich in den Medien.
So genannte "third-party-attacks" oder auch "supply-chain-attacks" – also Angriffe über Dritte -  sind bereits der überwiegende Angriffsvektor auf größere Unternehmen. Im Jahr 2017 waren rund 56% der angegriffenen Unternehmen mit einer Verletzung der eigenen Datensicherheit konfrontiert, verursacht durch einen Lieferanten. (Studie "Data Risk in the Third-Party Ecosystem", September 2017, Ponemon Institute LLC).
Könnte eine derartige Panne eventuell das "Aus" für Ihre Kundenbeziehung bedeuten? Und Was können Sie vorbeugend unternehmen?

Bewusstmachen - und dann bewusst machen:

Prüfen Sie zuerst Ihre Kundenliste. Haben Sie interessante Kunden, von denen Sie denken, dass dort "was zu holen sei"? Von wem wissen Sie mehr als zur Geschäftsbeziehung unbedingt nötig ist? Haben Sie vielleicht Informationen zu Zutrittssystemen, eventuell sogar Ihre eigene Zutrittskarte oder einen Zutrittscode, oder möglicherweise Passwörter oder Zugangsdaten Ihrer Kunden gespeichert? Kennen Sie Details aktueller Projekte Ihrer Kunden, die nur am Rande oder auch gar nichts mit Ihnen zu tun haben? Haben Sie eventuell sogar ein respektvolles Naheverhältnis zu Ihrem Kunden, werden auch vertrauliche Dinge per Telefon oder E-Mail kommuniziert?
Wo und wie werden diese Informationen bei Ihnen im Unternehmen gespeichert? Wer hat Zugang zu dieser Information? Worüber sprechen Sie und Ihre MitarbeiterInnen am Telefon, wie reagieren Sie und Ihr Team auf E-Mails mit Anhängen oder Links?
Der Schutz vor einem Risiko beginnt mit dem Bewusstsein, dass ein Risiko besteht und darin zu erkennen, wo es liegt. Im nächsten Schritt können Sie das Risiko minimieren, indem Sie einige wenige, jedoch wichtige Dinge berücksichtigen.
Meine Top 5 - Tipps
1.    Üben Sie die "professionelle Distanz" zu Menschen, die Sie nicht kennen
2.    Bleiben Sie sparsam mit Informationen - prüfen Sie das "Need-to-Know"-Prinzip (muss mein Gegenüber das gerade wissen?)
3.    Telefonieren Sie außerhalb Ihres Unternehmens nicht lautstark und achten Sie darauf, dass Ihnen niemand auf Ihren Bildschirm späht (Shoulder-Surfing)
4.    Speichern Sie Zugangsdaten und Zutrittscodes in verschlüsselten Speicher-/Datenbanksystemen (zB: https://keepass.info, kostenlos)
5.    Prüfen Sie, ob Ihre E-Mail (die meist als Benutzername für diverse Logins auf Webseiten oder ähnlichem fungiert) plus dazugehörigem Passwort bereits im Internet auftaucht (https://haveibeenpwned.com)

Details und mehr Informationen zum Thema erhalten Sie im kommenden Beitrag "Humanoide Firewall - was die Technik nicht schafft".
Bleiben Sie dran!
Autor: DI (FH) Harald Schenner
Experte für Informationssicherheit und digitale Transformation
  
DI (FH) Harald Schenner
Experte für Informationssicherheit und digitale Transformation

Freitag, 17. Mai 2019

Warum du eine professionelle Distanz gegenüber neuen und unbekannten Personen entwickeln solltest

Du kennst das bestimmt, du triffst jemanden und der oder die ist dir auf Anhieb sympathisch. Warum ist das so?
Es kann viele Gründe geben, doch nicht immer sind es wohlgemeinte. Wie kommt es nun dazu, dass dir manche Menschen auf Anhieb sympathisch sind und andere Menschen weniger? Wir gehen hier von dem sogenannten „fundamentalen Attributionsfehler“ aus, d.h. wir sind es gewohnt bzw. haben gelernt, menschliches Verhalten als Erklärung für ihre Persönlichkeit zu verstehen.
Ein Beispiel: Du kommst in ein Lokal und jemand ist gerade dabei für sich und seine Familie einen geeigneten Tisch zu finden. Dieser jemand weist lautstark, aber freundlich, gut für das gesamte Lokal hörbar, seine Familie ein und lächelt dabei. Was hältst du nun von diesen Menschen? Die meisten werden sagen, der ist nett, rücksichtsvoll und wirkt doch sehr freundlich. Wir schließen nun meist aufgrund dieses erlebten Verhaltens auf die gesamte Persönlichkeit dieses Menschen. Doch woher weiß ich, ob er tatsächlich immer so ist, wie er sich gerade gezeigt hat?
Ein anderes Beispiel: du sitzt in einem Zugabteil, jemand kommt den Gang entlang und stößt mit seinem Koffer gegen dein Bein. Er geht weiter, ohne sich zu entschuldigen. Ganz ehrlich:  Was denkst du über diese Person jetzt? Ist er dir sympathisch? Ist er dir unsympathisch? Schießt dir der Gedanke durch den Kopf „so ein Rüpel“? Oder vielleicht „alles klar, der hat sicher eilig“. Oder „Aha, vom Entschuldigen hat der auch noch nichts gehört“.
Nun kommst du in ein Meeting und triffst dort genau den „Bein-Rempler-Typen“. Er ist dein neuer Ansprechpartner für das große Sicherheits-Projekt, dass du gerade planst. Sag mal ehrlich, beeinflusst dich nun die Geschichte im Zug, im Einschätzen der Persönlichkeit des „Bein-Remplers“ oder nicht? Würdest du anders denken, wenn dir der Typ aus dem Lokal gegenübersitzen würde?
Ich erlebe sehr häufig, dass wir einen ersten Eindruck dauerhaft abspeichern und dieser uns begleitet, unabhängig davon, was man nach diesem ersten Zusammentreffen tut. Und genau darauf gilt es zu achten, wenn wir beruflich zum ersten Mal mit jemanden in Kontakt treten. Die erste Begegnung ist für den weiteren Verlauf einer Zusammenarbeit natürlich prägend, das ist klar. Doch gilt es einige Überlegungen anzustellen, wie ich denn nun abschätzen kann, welche Persönlichkeit mein Gegenüber nun tatsächlich hat.

Hier mein Tipp:
Am besten erstellt man sich am Beginn eines Gesprächs eine sogenannte „Sprech- und Gesprächsbaseline“ des Gegenübers. Indem man die Person genau beobachtet. Eine solche Sprech- und Gesprächsbaseline ist quasi das Normalverhalten, das Normalaussehen einer Person, die sich ungestresst zu einem Thema mit mir unterhält.

Man findet also heraus, wie sich diese Person bewegt, ist sie eher großgestisch wie zum Beispiel der Typ im Lokal oder eher stoisch und wirkt sehr ruhig. Was sagt dir das Gesicht also die Mimik, wenn die Person spricht, hebt das Gegenüber beim Betonen von bestimmten Worten die Augenbrauen, setzt die Person beim Sprechen immer wieder beide Hände ein, gibt es Wörter, Phrasen, Aussagen, die sich regelmäßig wiederholen? Dieses Bild speichere ich mir nun als Sprech- und Gesprächsbaseline ab.
Nun beginnt das eigentliche Gespräch, es geht um dein Projekt, dein Thema der Zusammenarbeit und nicht mehr darum aha, das ist der Beinrempler aus dem Zug. Du kannst nun auf Abweichungen dieses Normalverhaltens achten und bekommst heraus, wie sich diese Person nun in einem beruflichen Gespräch verhält.

Viel zu oft lassen wir uns vom ersten Eindruck leiten.
Der erste Eindruck ist natürlich wichtig. Im beruflichen Umfeld gehört zu einer professionellen Distanz auch, das Verhalten einer Person unbeeinflusst einzuschätzen und nicht von einer ersten Höflichkeit (wie die Person im Lokal) bzw. auch einem ersten unüberlegten Verhalten (wie der Beinrempler im Zug) dauerhaft auf die Persönlichkeit des anderen zu schließen.
 

Wie Sie lernen können, auf nonverbale und verbale Signale zu achten, lernen Sie bei mir im Coaching oder im Seminar. Kommunizieren Sie über den Tellerrand hinaus. Neugierig? Hier geht’s zu meiner Webseite
Marion Lercher - Expertin für Customer Care, Mimikanalyse und (non)verbale Kommunikation
 (Foto credits: Hans Scherhaufer)


Montag, 18. Februar 2019

Wie Sie den mimischen Schleier lüften.

Geht es Ihnen auch manchmal so? Sie gehen einen Weg schon zigfach, vielleicht sogar täglich und plötzlich fällt Ihnen etwas auf, das zwar immer schon da war, Sie aber bisher nicht gesehen haben oder auch nicht bewusst wahrgenommen haben. Da, war es jedoch schon immer. Genauso geht es Ihnen, wenn Sie sich mit dem Thema Bewegungen in der Mimik näher beschäftigen. Sie haben die Bewegungen im Gesicht ihres Gesprächspartners vermutlich immer schon gesehen, aber haben Sie sie auch korrekt eingeordnet? Wissen Sie tatsächlich, was zum Beispiel ein Hochziehen der Augenbrauen-Innenseite konkret bedeutet? Unsere mimische Muskulatur ist mit unserem Gefühlsgehirn verdrahtet, das bedeutet, dass eine Bewegung in Ihrer Gesichtsmuskulatur auch immer Ihr Gefühlsempfinden anzapft. Wenn Sie also Redner sind und etwas beschreiben, was Ihren Gesprächspartner „bewegt“, also ein Gefühl in ihm hervorruft, so sehen Sie es auch fast immer in der Mimik. Genau diese Gesichtsbewegung ist oft ein Hinweis auf Trauer, auf Betrübtheit. Hat es nun tatsächlich etwas mit Ihrer Rede zu tun oder tauchte dieses Signal aus einem anderen Grund auf? Wir können es feststellen, wenn wir mit unserem Gesprächspartner in Resonanz gehen und wenn wir treffsicher diese kleinsten mimischen Bewegungen wahrnehmen und entschlüsseln können.
Wenn Sie das lernen, so lüftet sich plötzlich ein Schleier und gibt Ihnen freie Sicht auf das emotionale Befinden Ihres Gesprächspartners.
In einem Einführungsseminar zum Thema Mimikresonanz erhalten Sie einen Überblick, wo Ihnen dieses Thema in Ihrem beruflichen und in Ihrem privaten Umfeld hilfreich sein kann. In einem zweitägigen Mimikresonanz Basictraining erlernen Sie nachweislich und messbar, Mikroexpressionen zu erkennen, zu dekodieren und hilfreich für Ihre Gespräche einzusetzen.


Fragen Sie uns und nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Montag, 26. November 2018

Rufen Sie den Tag des Lächelns aus. Was ein Lächeln mit uns macht.


Der Advent steht vor der Türe. Eigentlich sollte es ja die Zeit der Besinnung und die Zeit der Ruhe sein. Doch oft ist es hektisch, im Privaten und im Berufsleben gleichermaßen. Versuchen Sie es doch einmal mit einem „Tag des Lächelns“. Wann immer Sie einem Menschen begegnen - unabhängig davon ob sie diesen kennen oder nicht - lächeln Sie ihn an. Heben Sie Ihre beiden Mundwinkel nach oben und testen Sie die Wirkung. Sie können davon ausgehen, dass Sie ein Lächeln zurückbekommen, vielleicht sogar einen Gruß. Erhöhen Sie am nächsten Tag auf ein Lächeln plus einen Gruß und testen Sie die Wirkung erneut. Was werden Sie feststellen? Ein Lächeln bewirkt etwas in Ihnen, Sie freuen sich, Sie schenken Freude, es fühlt sich einfach gut an.

Dass das alles logisch ist? Klar wissen Sie, wenn Sie jemanden anlächeln, meist auch ein Lächeln ernten. Doch gerade in einer oft hektischen Zeit vergessen wir darauf. Wir tun weder uns noch unserer Umwelt etwas Gutes oder fühlen Sie sich wohl, wenn Sie ausschließlich Menschen begegnen, die griesgrämig dreinschauen und Ihnen mit zusammengekniffenen Augenbrauen begegnen. Es macht einen Unterschied wenn Sie lächeln. Also gehen Sie hinaus und lächeln Sie Menschen an, sie werden es Ihnen danken.

Dass ein Lächeln auch mehrere andere Bedeutungen hat und was das in der Kommunikation für einen Unterschied machen kann, das erfahren Sie bei Ihrer Mimikresonanz Trainerin Marion Lercher.

Fragen Sie uns und nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Marion Lercher - http://www.lerchertrain.at/seminare/mimikresonanz.html

Schenken Sie ein Lächeln, heute noch und genießen Sie die Wirkung.
Lächeln wirkt - mit und ohne roter Nase.

Montag, 29. Oktober 2018

Menschen sind Interpretationsmaschinen.


Glauben Sie nicht? Doch. Wir sehen jemanden zum ersten Mal und ein Identifikationsschema läuft ab: Ist so groß wie… Erinnert mich an… Sieht aus wie… Spricht vergleichbar wie… Sein Lachen erinnert mich an… etc. In einem persönlichen Gespräch ist es besonders wichtig, darauf zu achten, wie mein Gegenüber auf meine Aussagen reagiert. Das kann sowohl im privaten wie auch im beruflichen Kontext sehr hilfreich sein. Mir fällt auf, dass viele meine Mimik nicht deuten können und mich so einfach zutexten, ohne zu bemerken dass ich in Gedanken schon abgedriftet bin und nur noch aus Höflichkeit zuhöre. Warum passiert das? Sie sehen oft nicht hin oder können gar nicht einordnen, was sie da tatsächlich in meinem Gesicht wahrnehmen. Meist sende ich dabei ein wiederholtes Nicken, ein soziales Lächeln und stimme vielleicht sogar mit Zuhörsignalen zu. Genau genommen höre ich aber gar nicht mehr zu. Selbstverliebte Dauererzähler interpretieren ein wiederholtes Nicken, ein soziales Lächeln und Zuhörsignale oft generell als Interesse und wundern sich dann, warum das Gegenüber dann doch nicht an der Erzählung, dem Vorschlag oder dem Angebot interessiert ist. Sie schließen oft von diesen erwähnten Signalen auf Interesse und sehen nonverbale Einwandsignale nicht. Diese treten bereits vor einem wirklichen ausgesprochenen Einwand auf. Wenn ich jedoch fähig bin, diese mimische Signale korrekt einzuordnen, so lässt sich auch der Verlauf eines Gesprächs viel einfacher steuern. Wir sollten uns also damit beschäftigen, in welchen Gesprächssituationen welche mimischen Einwandsignale auftreten können. So können wir lernen, wie wir uns in unsere Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner hinein versetzen. Es geht hierbei um das bewusste Wahrnehmen von Emotionen und nicht ein Raten oder Interpretieren. Mimische Bewegungen entstehen dann, wenn wir emotional beteiligt sind. Wir sollten uns also nicht auf Interpretationen verlassen, sondern lernen, mimische Signale bewusst zu erkennen und korrekt zu codieren. Welche Emotionen sehen Sie in den untenstehenden Bildern?
Dazu bietet Lerchertrain® regelmäßig Einführungsseminare und gezielte Weiterbildungen an, in welchen Sie in Kleingruppen erlernen können, wie Sie Mimikresonanz hilfreich in ihrem beruflichen und privaten Umfeld einsetzen können.

Fragen Sie uns und nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.



Montag, 17. September 2018

Die Macht der Visualisierung in der digitalen Produktentwicklung

MindManager Smart Maps in vernetzten Projekten und Prozessen

24. Oktober 2018,  9:00 – 13:30 Uhr in Linz, Ars Electronica Center, Mindjet & Lerchertrain

Produktentwicklung ohne Innovation und frischen Ideen ist undenkbar und die Digitale Transformation ist das Top-Thema in allen Wirtschaftsunternehmen.

Gehen Sie mit Mindjet und Lerchertrain auf Entdeckungsreise – die Spot On Discovery Tour Österreich findet am 24. Oktober in Linz statt. Auf diesem halbtägigen Workshop werden wir beleuchten, wie digitale und strategische Produktentwicklung mit MindManager und den neuesten Funktionen in der Version 2019 revolutioniert wird.

Begleiten Sie uns bei der Bewältigung der drängendsten Herausforderungen und erarbeiten Sie mit den MindManager Experten, Dr. Steven Bashford und Ing. Andreas Lercher, M.Ed. CMC praktische, praxisnahe Lösungen. Wir betrachten unterschiedliche Phasen der Entwicklungsprozesse im Engineering und zeigen Ihnen, wie Sie wiederholbare Prozesse einfacher entwickeln und transparent darstellen, Ihre Stakeholder erfolgreicher ansprechen können und ein Produkt liefern, nach dem Ihr Markt verlangt!
 

Diese Veranstaltung ist besonders interessant für:

Manager_innen und Mitarbeiter_innen in der Produktentwicklung, digitalen Projekten, Instandhaltung, F&E, Strategischer Planung, agilen Projekten und Personen, die gerne mehr über MindManager erfahren möchten
-> zur Anmeldung

Die Workshop Einheiten

Kosten:

EUR 45,00 zzgl. MwSt. pro Person, inkl. Seminargetränke und Pausenverpflegung, exkl. Anreise und Unterkunft.

Anmeldung über die Mindjet Spot On Discovery Seite

Mittwoch, 5. September 2018

Mimikresonanz im Personalmanagement

Worüber kann ich durch das Erkennen von Emotionen in der Mimik meiner Bewerberinnen und Bewerber Auskunft erhalten?
Mimikresonanz ist eine wichtige zusätzliche Kommunikationsquelle in Bewerbungsgesprächen. Erfahrungsgemäß machen sich Personalverantwortliche während eines Bewerbungsgespräches viele Notizen oder erfassen Informationen am Computer. Auch dann, wenn gerade Fragen gestellt werden, die für die Bewerberin bzw. den Bewerber eine hohe Wichtigkeit haben. Das bedeutet, dass es Themen gibt, über die man locker und frei und auch sehr konzentriert und fokussiert sprechen kann. Es heißt aber auch, dass es Themen gibt, wie bspw. die Fragen nach Kompetenzen, nach Gehaltswünschen oder nach Gründen des Ausscheidens aus dem letzten Betrieb, die für Bewerber_innen einen erhöhten Stresspegel bedeuten. Aus Ihrer Erfahrung als Fragende oder Fragender wissen Sie meist, dass es gute Gründe für Nervosität in einem Bewerbungsgespräch gibt. Unsere Erfahrung zeigt auch, dass man durch gezieltes Erkennen von aussagekräftigen mimischen Bewegungen zusätzliche Informationen aus dem Gespräch gewinnen kann. Wie können Sie sich das vorstellen?

Nehmen wir an, Sie stellen einem Bewerber die Frage: „Für die ausgeschriebene Position werden sie sich künftig auch häufig auf Reisen im In- und Ausland befinden. Lässt sich das mit dem Privatleben auch gut vereinbaren?“ Der Bewerber antwortet beispielsweise mit „Ja, selbstverständlich!“ und zieht kurz danach einen oder beide Mundwinkel nach außen. Was sagt Ihnen diese mimische Bewegung? Das Strecken der Mundwinkel nach außen (siehe mittleres Bild) ist ein Hinweis auf die Basisemotion Angst. Dazu gehört beispielsweise auch, dass einem seine eigene Aussage unangenehm ist. Hätten Sie als Personalverantwortliche oder Personalverantwortlicher gerade nicht hingesehen, würde Ihnen diese kleine Muskelbewegung im Gesicht vermutlich entgangen sein. Auch wenn diese Bewegungen nur für wenige Millisekunden (ca.100-300 ms) auftreten, können Sie es zum Anlass nehmen, darauf zu reagieren, also mit ihrem Gegenüber in Resonanz zu kommen bzw. tiefer in die Thematik einzusteigen.

Sogenannte Mikroexpressionen geben uns Auskunft darüber, wie sich unsere Gesprächspartner_innen fühlen, da sie meist unwillentlich auftreten d.h. sie können es nicht bewusst steuern, ob diese Bewegung auftritt. Es gibt in Bewerbungsgesprächen viele Situationen, in welchen es wichtig ist, auf kleinste mimische Bewegungen zu achten. Und das Wichtigste für Sie ist, man kann tatsächlich lernen, diese zu erkennen.
Dazu bieten wir von Lerchertrain® regelmäßig Einführungsseminare und gezielte Weiterbildungen an, in welchen Sie in Kleingruppen erlernen können, wie Sie Mimikresonanz hilfreich in ihrem beruflichen und privaten Umfeld einsetzen können. Weitere Informationen finden Sie unter www.lerchertrain.at oder rufen Sie uns einfach an: unter 03577 82528 oder senden Sie uns ein E-Mail mail@lerchertrain.at. 

Mimikresonanz-Trainerin Marion Lercher (Foto credits: Hans Scherhaufer)