Mittwoch, 30. Mai 2018

Führungskräfte sind VorSCHLAGsproduzent_innen! Also echt jetzt??? Oder: Was Vorschläge mit Dreijährigen zu tun haben.


Also erst einmal zur Definition, was verstehe ich unter Vorschlagsproduzent_innen. Vorschlagsproduzent_innen sind für mich jene Personen, die auf einfache Fragen sofort mit Vorschlägen und Ideen kommen und ihre Wünsche deponieren. Man lädt jemanden zu einem gemeinsamen Gespräch ein, zB zu einem Mitarbeitergespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter oder Mitarbeiterin. Man bekommt als Führungskraft eine Frage gestellt, auf die man gleich und gerne seine Ideen, wie man bestimmte Dinge lösen kann, vorschlägt.
Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter fragt: „Wie soll ich denn am besten mit dieser Kundensituation umgehen?“ Führungskräfte die als VorSCHLAGsproduzent_innen agieren, antworten hier sehr gerne aus ihrer Fachexpertise heraus und geben Lösungen, RatSCHLÄGE und Vorgehensweisen bekannt, wie sie selbst agieren würden.  

Selbst, wenn man verliebt in seine eigenen Ideen ist, macht es Sinn - manchmal sehr viel mehr Sinn - den Fragenden einfach eine Gegenfrage zu stellen. Also, wenn die Frage von meinem Mitarbeiter kommt und dieser sagt: „Ich weiß nicht mehr, wie ich mit diesem Kunden umgehen soll, dann habe ich eine Möglichkeit als VorSCHLAGsproduzent zu agieren, und zu sagen: „Am besten gehst du mit dem Kunden folgendermaßen vor: Zuerst rufst du ihn an, dann beschwichtigst du ihn und dann machst du folgendes…“ Ein VorSCHLAG folgt dem nächsten. ODER aber! Sie nehmen die Frage akustisch an und fragen nach. „Mhm, also um den Kunden XY geht es. Sag mal, was hast du schon bei dem Kunden versucht? Was ist dir bereits gelungen? Was ist dir nicht gelungen? Wo genau kann ich dich unterstützen?“ (Natürlich stellen Sie nicht alle Fragen auf einmal.)

Überlegen Sie: Wenn sie jemanden eine Frage stellen, schalten Sie das Hirn ihres Gegenübers ein, d. h. wenn Ihnen eine Frage gestellt wird, können sie gar nicht, nicht antworten, sie denken darüber nach, ob sie wollen oder nicht. Und genau diese Strategie kann man nutzen, um andere auf eigene Ideen, auf eigene Vorschläge zu bringen. Das Ziel soll dabei sein, Ihre Mitarbeiter_innen dazu anzuhalten, selbstständig Ideen zu entwickeln, diese mit Ihnen gemeinsam zu prüfen. Diese Ideen werden auch wesentlich eher umgesetzt, als wenn Sie vorgegeben hätten, was er oder sie zu tun hat. So kommen Sie vom VorSCHLAG-Produzieren ins VorSCHLAG-Eruieren, und bei letzterem ist ihr Gegenüber aktiv. Fragen Sie mal einen Dreijährigen, der wird Ihnen das bestätigen, das funktioniert. Stell Mama oder Papa eine Frage und sie reden und schlagen vor etc. wie ein Wasserfall.

Wenn Sie wissen möchten, wie das geht, kommen Sie gerne zu mir ins Führungskräfte-Coaching oder ins Karrierecoaching. Wir schauen uns dann gemeinsam an, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten, Ihre persönlichen Ihre Gesprächsstrategien zu reflektieren und optimieren. 
Löcher im Bauch kommen von Dreijährigen

Marion Lercher, Mimikresonanz-Trainerin
Trainerin und Expertin
für Service- und Kundenorientierung

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